Die Ausstellung 'das Geisterdorf' (siehe Fotos unten) sollte die Aufmerksamkeit auf ein kleines Dorf am Rande Krefelds richten. Die Wurzeln dieses Dorfes gehen bis zur Römerzeit. Beim Hafenausbau wurde hier das größte zusammenhängende römisch-fränkische Gräberfeld Europas entdeckt. In den 70er Jahren wurde seitens der Stadt der Versuch unternommen, das Dorf dem Erdboden gleich zu machen, um Platz für die Industrie zu schaffen. Häuser und Höfe konnten aufgekauft werden, viele wurden abgerissen, aber andere stehen noch, dem Verfall preisgegeben. Einige jedoch sind noch bewohnt und werden von den Restbewohnern liebevoll gepflegt. Die Hintergrundkulisse dieses Dorfes bilden riesige Deponieberge, die immer näher zu rücken scheinen. Diese Symbiose von Verfall, Ästhetik und Bedrohung, von Vernachlässigung und Zuwendung hat die stählernen Geister gerufen.Eine Tonbildshow in einem der Höfe warf einen subjektiv-ironischen Blick auf 4000 Jahre Dorfentwicklung.

Die Musiker sorgten mit Didgeridoo- und Trommelsounds für eine eindringliche Atmosphäre. Ihnen gilt mein größter Dank, da sie aus purem Idealismus die Ausstellungseröffnung begleiteten.

Weiterhin bedanken möchte ich mich bei jedem, der sich am Eröffnungstag trotz 35°C für eine Kunstaustellung 'erwärmen' konnte, und denen die in der Folgewoche trotz häufigen Regens ebenfalls den Weg in das entlegene Dorf fanden.

Danke der Westdeutschen Zeitung und dem Stadtspiegel für die Vorankündigungen und die Artikel mit Foto, die bestimmt noch den einen oder anderen Besucher gewinnen konnten.

Und danke Familie Sandten für die Hofnutzung am Eröffnungstag.

Und allen Bewohnern für ihre Toleranz und die Patenschaften, die sie für eine Woche mit den Geistern, Fabelwesen und Masken abgeschlossen hatten.